Transition, Trauer und Torte

Das Seminar lädt alle Menschen aus dem tina* Spektrum ein, die Erfahrungen mit Transition_en gemacht haben. Transitionen können in uns, sozial, in der (Wahl)Familie, medizinisch, körperlich, spirituell, gesetzlich-bürokratisch und sicherlich auch noch auf vielen weiteren Ebenen stattfinden.
Wir gehen davon aus, dass mit allen diesen Formen von Transition herausfordernde Gefühle (Trauer, Hilflosigkeit, Abschiedsschmerz, Scham, Angst, Ärger, Schmerz, Wut, innere Leere, …) einhergehen können und wollen diesen im Seminar bewusst und gemeinschaftlich Raum geben.
Wir wollen uns ausreichend Zeit für unterschiedliche Zugänge (Kopf, Herz & Bauch) nehmen. Dazu gehört der Austausch über unseren eingeübten Umgang und Strategien mit herausfordernden Gefühlen, eine Traumreise mit anschließender Selbstreflektions- und Integrationsphase und einfache Körperübungen. Mit freiem Tanz, Schütteln oder anderen angenehmen Bewegungen, wollen wir das Gelernte bewegen, be_verarbeiten. Journaling, kreatives & assoziatives Schreiben wird uns durch das Wochenende begleiten.
Wir laden euch zu Ritualen ein, um loszulassen.
Neben den „schweren“ Gefühlen wird es auch Raum für queer/ tina* joy und einen community space geben mit Essen, Spielen, Feuer, vielleicht Sauna oder Feiern.
Alles, was wir anbieten, ist immer ein Angebot, zu denen es Alternativen gibt. Auch Abwandlungen oder (gemeinsames) Pausieren sind immer möglich.
mit Gregöre Hamann und Joris Gregor
Körper im Konflikt
Was passiert in unseren Körpern wenn wir uns streiten? Warum rast unser Herz, wird der Kopf rot, wird uns ganz eng in der Brust – oder erinnern uns nach dem Konflikt kaum an das Gesagte?
In diesem Workshop werfen wir einen genaueren Blick auf die Vorgänge in unserem Gehirn und Nervensystem in Konflikten. Mit einer Mischung aus Wissensvermittlung, Körperpraktiken und Selbstreflexion nähern wir uns der Frage, wie wir in Konflikten so gut wie möglich für uns selbst und unser Gegenüber sorgen können.
Zu uns:
Mo (keine Pronomen) arbeitet seit 5 Jahren als Mediator*in und Prozessbegleiter*in und forscht, wie sich Wissen über Körper und Nervensystem in diesen Kontexten einflechten lässt.
Svenja (sie/—) beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Körper(-arbeit), Atmung, Wahrnehmung und Kommunikation – sowohl als freischaffende Theatermacherin, als auch als Yogalehrende und angehende Heilpraktikerin.

Queer_feministische Utopienwerkstatt

Wie könnte eine post-patriarchale Gesellschaft aussehen? In der Utopienwerkstatt wollen wir gemeinsam versuchen, uns Bildern einer geschlechtergerechten Zukunft anzunähern. Dabei bewegen wir uns que(e)r zu den Themenfeldern Fürsorge & Lohnarbeit, Beziehungen, Elternschaft und Sexualität. Nach einem gemeinsamen Einstieg gibt es parallel verschiedene Methodenangebote, um sich mit bestehenden feministischen Utopien auseinander zu setzen oder selbst utopische Skizzen zu entwerfen. Am Ende des Workshops werden wir die Ergebnisse zu einem Mosaik zusammenführen und uns über Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede in unseren Vorstellungen von Utopie austauschen. Der Workshop ist offen für alle Geschlechter.
Mi 11.08.2021 | 10:30 – 12:30
Klimacamp Rheinland | WSZ 02
mit: Lexy, Bildungskollektiv „Herrschaftsfreie Welt-/Beziehungen“ und Mo
Kritische Männlichkeit*en
Die Lust am Zweifeln
Die vorherrschenden Vorstellungen von Männlichkeit verursachen Gewalt gegenüber Frauen und queeren Menschen. Gleichzeitig werden auch Männer von allzu engen Geschlechternormen eingeschränkt. Dieser Workshop möchte dazu einladen, beide Perspektiven miteinander zu verbinden: die Kritik an (der eigenen Mitwirkung in) patriarchalen Strukturen und das lustvolle Experimentieren im Bezug auf Geschlechtsidentitäten. Mithilfe von auto-biographischer Reflexion, kurzen Impulsen und Rollenspielen vermittelt der Workshop ein Grundverständnis davon, was Männlichkeit eigentlich ist, wie sie wirkt und wie wir uns ihrer Macht widersetzen können. Der Workshop ist offen für alle Geschlechter.
Fr 13.08.2021 | 14:30 – 16:30
Klimacamp Rheinland | WSZ 01
mit: Lexy vom Bildungskollektiv „Herrschaftsfreie Welt-/Beziehungen“ und Mo
Klassismus & Wir

Du hast von Klassismus noch nicht viel Ahnung? Du bist dir unsicher, welchen Klassenhintergrund du eigentlich hast? Du willst dich schon lange mal mit Menschen zu Klassismus und deinen Erfahrungen austauschen?
Dann komm zu unserem online Workshop am 2. Februar 2021 von 17 – 19.30 Uhr.
Wir sind Gregöre und Mo und setzen uns seit einiger Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven mit Klassismus auseinander. Im Workshop wollen wir vor allem euch einen Raum geben, um euch anhand eurer Biographien dem Begriff Klassismus und eurer eigenen sozialen Herkunft anzunähern. Aber keine Sorge vor Entblößung und Scham – alles ganz nach dem Prinzip alles kann, nichts muss.
Hast du Interesse? Dann melde dich verbindlich an unter klassismus-workshop@riseup.net (max. 16 Teilnehmer*innen).
Umverteilung als politische Praxis

Mit wem würdest du dein Geld teilen? Mit wem nicht? Was sind Chancen von finanzieller Umverteilung? Diesen und noch mehr Fragen wollen wir uns in dem Workshop widmen und gemeinsam in Selbstreflexion aber auch in einen Austausch über die politische Praxis kommen.
Dauer: ca. 2 h, Sprache: DE (EN möglich)
Solidarisch zusammen Wirtschaften
Wir wollen ein gutes Leben für alle aber niemand spricht über Geld? Im Freund*innenkreis können sich nicht alle gleich viel leisten, aber Umverteilen ist kompliziert? Wir wollen gemeinsam kämpfen, aber stattdessen vereinzelt uns der Zwang arbeiten gehen zu müssen?
Wir wollen mit euch über Gemeinsame Ökonomien (kurz: GemÖk) sprechen, und schauen inwiefern wir darin Antworten auf diese Herausforderungen finden können. Das bedeutet: Geld teilen, solidarisch miteinander wirtschaften und Leben gestalten.
Es geht um Kapitalismuskritik, Erfahrungen in und Potential von GemÖks und um Fragen der praktischen Umsetzung des gemeinsamen Wirtschaftens.